Virtuelle Realität - Die Welt in einer Brille

Virtuelle Realität – Schon heute alltäglich?

Wird man mit virtueller Realität konfrontiert, fragt man sich vielleicht, wozu sie sonst außer zur Unterhaltung dienen soll. Neben Gaming und Kino kann man sich noch Live Event Übertragungen vorstellen, aber sonst?

Viele Einsatzbereiche

Dabei wird sie schon lange vielfältig eingesetzt. In der Medizin, zum Beispiel. Menschen, die jahrelang gelähmt waren, können sich mit Hilfe der VR bewegen. Im Moment ist dies nur mit den sogenannten Exoskeletts möglich, die an den Körper der Patienten angebracht werden. Bald soll es aber auch ohne möglich sein. Auch in der Psychologie, Stichwort virtuelle Rehabilitation, stellt sie eine Anwendungsdisziplin dar, um Traumapatienten zu behandeln. Nicht zuletzt profitieren die Gebiete Architektur und Telekommunikation. Eine virtuelle Darstellung kann Bauherren und Architekten schon in digitaler Form in der Planphase helfen (CEBIT 2012). In der Telekommunikation soll sie für Smartphones Zusatznutzen schaffen. Virtuelles Beamen mit VR Brillen zu Videokonferenzen weltweit werden sicher für die Geschäftswelt eine willkommene Kommunikationsart werden.

Folglich werden die Gaming Branche und Entertainment nicht mehr lange Marktführer sein. Auch Unternehmen im Automotive und Touristikbereich bedienen sich der „Virtual Reality“.

Schon lange werden Piloten mit Hilfe von Flugsimulatoren ausgebildet. Virtuelle Prototypen-Erstellungen sind in Technologieunternehmen selbstverständlich. Und in den Reisebüros werden wir nun in Zukunft auf Liegestühlen liegen und die Umgebung mit Oculus VR „ausprobieren“, damit wir auch sicher sind, dass wir genau diesen Ort besuchen wollen. Oder wir entscheiden uns nur noch virtuell zu reisen. Im diesem Fall kann das Weltklima davon profitieren.

Auffällig ist, dass sich leider im Bereich Bildung wenig tut. Lehreinrichtungen, wie Schulen haben zwar begonnen sich den neuen Technologien anzupassen, akademische Einrichtungen jedoch hinken sehr weit hinterher. Dabei bietet die virtuelle Bildung enorme Einsatzmöglichkeiten, die sehr gut umsetzbar wären.

Sogar die Pornoindustrie ist schon weiter. Durch Oculus VR vor drei Jahren dominieren nicht, wie gedacht, die Gaming-Szene den Markt. Den Spielern wurde schon nach einigen Minuten schlecht, da der Körper in der physikalischen Realität auf dem Stuhl saß, das Gehirn aber etwas Anderes vorgab zu tun. Der Gleichgewichtssinn meldete sich.

VR für alle

Also kommen wir zurück zur anderen Art der Unterhaltung: virtuelles Erlebnisgefühl, wie Achterbahn fahren oder im Weltall schweben. Und Sex haben, mit virtuellen Figuren.

Der Bedarf ist also reichlich vorhanden, nur über die Handhabung wird noch heiß diskutiert. Die völlige Abkopplung aus der realen, physikalischen Welt macht verständlicherweise Angst. Malt man sich die sozialen Folgen aus, hat man Angst in einer Welt wie im Film Surrogates aufzuwachen. Coabhängigen Eltern ist jetzt schon nicht zu helfen. Die Abhängigkeit der virtuellen Realität stellt nach Expertenmeinungen eine ernste Gefahr dar. Bei dieser nicht stoffgebundenen Sucht treten Entzugserscheinungen, wie bei gewöhnlichen Suchtkranken, wie bei alkohol- oder drogenabhängigen Patienten, auf. Das Glückshormon Dopamin wird freigesetzt. Es wird sich aber erst in den nächsten Jahren zeigen, wie willkommen die virtuelle Welt tatsächlich ist.

Wer jetzt Lust auf diese Technik bekommen hat, für den gibt es zur Zeit zwei Möglichkeiten:

VR-Brille für das Smartphone 

Hier liegen die Preise im Bereich von 10€-70€.
Dabei wird das Smartphone in eine spezielle Brille eingelegt und mittels Apps können Spiele und Simulationen ausprobiert werden.
Auch gibt es Bereits z.B. von Arte, Dokumentation in 360° Aufnahmen: Arte 360°

 

Oculus Rift

Für ein eindrücklicheres Erlebnis ist mehr Technik notwendig.
Der derzeitige Marktführer in diesen Bereich ist die Oculus Rift für ca. 699€.
Hierzu ist neben der Brille ein PC mit leistungsfähiger Grafikkarte notwendig. 

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