Nur 12 Atome pro Bit

Im Almaden Research Center, California ist es IBM Wissenschaftlern gelungen, den bisher kleinsten Magneten zu bauen und mit Informationen zu füllen. Er besteht lediglich aus 12 Eisenatomen und kann ein Bit Daten speichern. Im Vergleich: die herkömmlichen Festplatten speichern ein Bit auf etwa 100.000 Atomen.

Sollte es stimmen, haben Wissenschaftler aus Kalifornien geschafft einen Nanospeicher zu entwickeln, der erstaunlicherweise aus antiferromagnetischem Material besteht. Antiferromagneten haben im Gegensatz zu Ferromagneten entgegengesetzte Spins und sind ohne ein angelegtes Magnetfeld nach außen magnetisch neutral. Gerade die Pole des Magneten waren aber bisher wichtig, um Informationen abzuspeichern und zu auszulesen.
Taucht man in die Welt der Nanoteilchen ein, kann man sich genau diese antiparallelen Spins des Antiferromagneten wie die Pole eines Makro-Magneten zu Nutze machen. Mit einem Elektronentunnelmikroskop, das 1986 ebenfalls von IBM -Wissenschaftlern Gerd Binning aus Deutschland und Heinrich Rohrer aus der Schweiz entwickelt wurde, ist es gelungen, die besonderen Strukturen Atom für Atom bei Temperaturen von minus 268°C aufzubauen, die sich wie eine magnetische Einheit verhalten. Zudem können aufgrund der antiferromagnetischen Eigenschaften die Speicher viel dichter gelegt werden, so dass 1000-fach mehr Daten auf der gleichen Fläche gespeichert werden kann.

Die Nanoteilchen sind jedoch nur bei sehr tiefen Temperaturen beständig und werden daher noch einige Jahre benötigen um marktreif zu sein.

Quelle: IBM, https://www.research.ibm.com/labs/almaden/